Dieser Inhalt benötigt den Adobe Flash Player. Diesen können Sie unter http://www.adobe.com/go/getflashplayer kostenlos herunterladen.
descriptionZecke
Sie stechen, saugen und infizieren dabei ihr Opfer mit gefährlichen Viren und Bakterien: Zecken können Hirnhautentzündung und Borreliose übertragen.
descriptionZecke in der Haut
Den Zecken keine Chance lassen mit geeigneter Kleidung und Insektenschutzmittel: In Risikogebieten schützt zusätzlich die FSME-Impfung.
descriptionFläschchen mit Impfstoff
Sie beginnt wie eine Grippe und kann später das Gehirn angreifen. Gegen FSME gibt es keine speziellen Medikamente, aber eine Impfung schützt.
descriptionPetrischalen
Haut, Gelenke, Nerven und Herz sind Hauptangriffsziele der Borreliose. Eine konsequente Therapie mit Antibiotika verhindert gefährliche Spätfolgen.
descriptionGrafik: Europakarte
In bestimmten Risikogebieten ist die Gefahr einer FSME-Infektion durch einen Zeckenstich besonders hoch, Borreliose lauert fast überall: eine Übersicht.
  • Schriftgröße normal
  • Schriftgröße mittel
  • Schriftgröße maximal

Gefahr durch Zecken auf dem Vormarsch

FSME-Fälle treten in Süddeutschland deutlich häufiger auf als in Norddeutschland. In Osteuropa werden mehr Infektionen registriert als in Westeuropa. Eine Impfung ist in den bekannten FSME-Risikogebieten besonders empfehlenswert. Vor Borreliose muss man sich durch allgemeine Maßnahmen schützen.


Fast 90 Prozent der gemeldeten FSME-Infektionen treten in Bayern und Baden-Württemberg auf. Darüber hinaus gibt es in Hessen, Rheinland-Pfalz, Thüringen und dem Saarland Risikogebiete. Vereinzelt treten auch Fälle in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein auf.

In Deutschland gilt ein Kreis als FSME-Risikogebiet, wenn in den letzten fünf Jahren signifikant mehr als eine Erkrankung pro 100.000 Einwohnern aufgetreten ist. Wohnt man in solchen Regionen oder plant dort einen Urlaub, wird FSME-Impfschutz empfohlen. Risikogebiete innerhalb Europas gibt es darüber hinaus vor allem in der Schweiz, in Österreich und in Osteuropa. Gefahr durch Zecken besteht also nicht nur entlang der Donau zwischen Passau und Linz oder im Bayerischen Wald – einige Fachleute erwarten eine Ausweitung der FSME-Risikogebiete. Deshalb ist es wichtig, sich vor Reisen immer aktuell zu informieren.
↑ nach oben

Im Gegensatz zur FSME ist die Borreliose häufiger und fast in ganz Deutschland vertreten. Schätzungen zufolge gibt es in Deutschland bis zu 100.000 Neuerkrankungen pro Jahr. Borreliose gilt als die häufigste durch Zecken übertragene Infektionskrankheit der nördlichen Hemisphäre. Flächendeckende epidemiologische Untersuchungen fehlen derzeit aber.

Bei bis zu sechs Prozent aller Zeckenstiche ist mit einer Infektion durch Borrelien zu rechnen. Jedoch manifestiert sich die Erkrankung durch Symptome nur bei etwa eineinhalb Prozent der Betroffenen. Die Monate mit den meisten Infektionsfällen sind Juni, Juli und August. Allerdings wird die Zecke schon ab sieben Grad Celsius aktiv, sodass man von Frühling bis Herbst Vorsicht walten lassen sollte. Zecken kommen in einer Höhe von bis zu zirka 1.000 Meter vor. Über der 1.000-Meter-Marke sinkt die Wahrscheinlichkeit einer Infektion.

Für FSME- und Borreliose-Betroffene gibt es deutschlandweit eine Reihe von Selbsthilfegruppen, Informationszentren und Instituten.
↑ nach oben

FSME, Borreliose: Adressen und Links

  • Robert Koch Institut
    Nordufer 20
    13353 Berlin
    Tel.: 030 / 187 54 - 0
    Fax: 030 / 187 54 - 23 28
    E-Mail: presse@rki.de
    Internet: www.rki.de
  • Paul-Ehrlich-Institut
    Bundesinstitut für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel
    Paul-Ehrlich-Straße 51-59
    63225 Langen
    Tel.: 06103 / 77 - 0
    Fax: 06103 / 77 - 12 34
    E-Mail: pei@pei.de
    Internet: www.pei.de
  • Borreliose und FSME Bund Deutschland e.V.
    Servicesstelle
    Claudia Siegmund
    Schillerstraße  31
    64823 Groß-Umstadt
    Tel.: 06078 - 91 750 94
    Fax: 06078 - 91 750 96
    E-Mail: info@borreliose-bund.de
    Internet: www.bfbd.de
  • Deutsche Borreliose- und FSME Liga
    Selbsthilfegruppe von Zeckeninfektionen Betroffenen e.V.
    Rheinstr. 38
    76676 Graben-Neudorf
    Tel.: 07255 / 72 55 55
    Fax: 07255 / 72 55 56

↑ nach oben

Grafik: FMSE-Risikogebiete in Süddeutschland
© Deutsches Grünes Kreuz
FSME-Risikogebiete in Deutschland: Fast ausschließlich der Süden ist betroffen.
Grafik: FMSE-Verbreitung in Europa
© Deutsches Grünes Kreuz
FSME-Risikogebiete in Europa: Vor allem in den osteuropäischen Ländern ist FSME verbreitet.