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descriptionZecke
Sie stechen, saugen und infizieren dabei ihr Opfer mit gefährlichen Viren und Bakterien: Zecken können Hirnhautentzündung und Borreliose übertragen.
descriptionZecke in der Haut
Den Zecken keine Chance lassen mit geeigneter Kleidung und Insektenschutzmittel: In Risikogebieten schützt zusätzlich die FSME-Impfung.
descriptionFläschchen mit Impfstoff
Sie beginnt wie eine Grippe und kann später das Gehirn angreifen. Gegen FSME gibt es keine speziellen Medikamente, aber eine Impfung schützt.
descriptionPetrischalen
Haut, Gelenke, Nerven und Herz sind Hauptangriffsziele der Borreliose. Eine konsequente Therapie mit Antibiotika verhindert gefährliche Spätfolgen.
descriptionGrafik: Europakarte
In bestimmten Risikogebieten ist die Gefahr einer FSME-Infektion durch einen Zeckenstich besonders hoch, Borreliose lauert fast überall: eine Übersicht.
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Vor dem ersten Stich entdecken

Der beste Schutz gegen die gefährlichen, von Zecken übertragenen Krankheiten: gar nicht erst zustechen lassen. Wer geschlossene Schuhe trägt und lange Hosen, hat dafür bereits gute Chancen. Die wichtigste Maßnahme ist jedoch, den gesamten Körper nach jedem Ausflug in Wald und Wiese sorgfältig nach einer Zecke abzusuchen. Denn sie sind wählerisch und wandern oft lange über die Haut, bis sie eine geeignete Stelle zum Saugen finden.

Zecken-Schutz: Kontrolle nach jeder Wanderung ist der beste Schutz

Vor Zecken gibt es keinen absoluten Schutz: Sie treten in ganz Mitteleuropa auf. Nicht in allen Gebieten übertragen sie FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis). Aber mit Zecken, die Borreliose übertragen, ist fast überall zu rechnen. Untersuchungen haben gezeigt: Etwa zehn bis 35 Prozent der Zecken sind mit Borrelien befallen. Allerdings lässt sich das Infektionsrisiko durch einige Vorsichtsmaßnahmen in Grenzen halten:
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  • Tragen Sie bei Wanderungen, die durch Gebüsch, hohes Gras oder Unterholz führen, und vor allem im Wald geschlossene Schuhe und helle Bekleidung, die auch Arme und Beine bedeckt. Auf der hellen Kleidung lassen sich die dunklen Zecken schon erkennen, bevor sie sich festgesaugt haben.
  • Setzen Sie sich nicht ungeschützt auf den Boden, sondern benutzen Sie immer eine ausreichend große Unterlage.
  • Untersuchen Sie nach jeder Wanderung gründlich Ihren Körper: Zecken, die sich festgesaugt haben, fühlen sich an wie ein kleiner Pickel oder wie ein Stück Schorf. Kontrollieren Sie auch Ihren Nabel, Hals und die Ohren sowie die Achseln und den Schritt. Auch die Kopfhaut sollte ins Visier genommen werden – besonders bei Kindern sitzen die Zecken häufig am Haaransatz.
  • Inspizieren Sie auch Ihre Kleidung.
  • Einen zeitlich begrenzten Schutz vor Zecken bieten Ihnen einige Insektenschutzmittel (Repellents).
  • Haustiere sollten zum Schutz ein Zeckenhalsband tragen.

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Zecken richtig entfernen

Wenn Sie Zecken entdecken, die sich in der Haut festgesaugt haben, sollten Sie diese so schnell wie möglich entfernen. Das Infektionsrisiko wächst mit der Dauer des Saugaktes. Dies gilt für Borreliose und eventuell auch für FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis).
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Frühes Entfernen der Zecken mindert das Borreliose-Risiko

Eine Untersuchung an Hamstern und Mäusen hat gezeigt: Wenn die Zecke nach spätestens 24 Stunden entfernt wurde, infizierte sich nur eines von 14 Tieren mit Borrelien. Saugten die Zecken dagegen 72 Stunden, erkrankten 13 von 14 Tieren an Borreliose.
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Das beste Instrument: Zeckenzange oder die Finger

Es ist wichtig, Zecken sachgemäß zu entfernen, das bedeutet:
  • Entfernen Sie die Zecke umgehend, am besten mit einer spitzen Pinzette, einer speziellen Zecken-Zange oder einer Zeckenkarte. Sie sind preiswert in Apotheken erhältlich.
  • Mit der Pinzette beziehungsweise Zange muss die Zecke so nah wie möglich an der Haut erfasst und dann ohne zu drehen langsam aus der Haut herausgezogen werden. Mithilfe der Zeckenkarte (die einen speziell geformten Schlitz aufweist) wird die Zecke aus der Haut geschoben. Oft lassen sich Zecken auch gut mit den Fingern (beziehungsweise Fingernägeln) entfernen. Der Tastsinn sorgt für ein „gefühlvolles" Entfernen – das heißt, die Gefahr, dass Widerhaken in der Haut verbleiben, ist geringer.
  • Vermeiden Sie, die Zecke – vor allem im Bereich des Hinterleibs – zu quetschen, denn dann gelangen vermehrt Krankheitserreger in den Körper.
  • Veraltet und gefährlich ist, Öl oder Klebstoff auf die Zecke zu tropfen: Dadurch entleert die Zecke zusätzlich Erreger ins Blut.
  • Desinfizieren Sie nach Entfernung der Zecke die Wunde gründlich.
  • Steckt der Zeckenkopf noch in der Haut, müssen Sie keine Angst haben: Eine Zecke ohne Körper ist tot und überträgt auch keine Erreger mehr. Der Kopf wird von der Haut irgendwann abgestoßen.
  • Wenn Sie die Zecke nicht selbst entfernen können, suchen Sie einen Arzt auf.
  • Ob die entfernte Zecke ein Infektionsrisiko birgt, können Sie testen lassen: Bringen Sie die Zecke in einem kleinen Behälter mit angefeuchteter Watte zu Ihrem Arzt oder der örtlichen Gesundheitsbehörde.

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Kinder in einer Wiese
© Istockphoto
Die beste Prävention:
Nach einer Wanderung oder Fahrradfahrt durch Gras, Gebüsch oder Unterholz sollte immer der ganze Körper nach Zecken abgesucht werden.
Pinzette
© Shutterstock
Es muss nicht immer eine spezielle Zange sein: Auch mit herkömmlichen Pinzetten lassen sich Zecken gut entfernen.